Dienstag, 11. Juli 2017

Rezension zu "Wild Cards (1) - Das Spiel der Spiele" [Hexe Sasi]


Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.








Hallo ihr Fledermäuse!

Ich habe geschlagene 12 Tage für dieses Buch gebraucht. Was mich doch sehr erstaunt hat, denn ich war am 30. Juni so überzeugt, dass ich es auch am 30. beenden werde. Und es lag definitiv nicht am Zeitmangel, dass es so lange gedauert hat. Das Buch war einfach nur schlichtweg anstrengend.


Aber erstmal möchte ich dem Bloggerportal, Blanvalet und Random House dafür danken, dass ich dieses Rezensionsexemplar lesen durfte. 


Das Buch war fast ein reiner Cover Gedanke. Ich liebe einfach Cover wo Menschen drauf sind und im Hintergrund sind Zerstörungen zu sehen. Und dieses Cover hat mich einfach so sehr angesprochen. Vor allem die Pflanzenranken, die sich an dem Armen der Frau hochschlängeln. 



Was noch zum Wollen des Buches führte, war, dass das Buch von George R.R. Martin ist. Seitdem ich die erste Staffel Game of Thrones gesehen habe, wollte ich eines seiner Bücher lesen.Aber der Schreibstil von ihm ist einfach so wahnsinnig langweilig und zäh zu lesen. Das hätte ich niemals gedacht. Alleine der Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich solange dafür gebraucht habe. 



Es gab zu viele Charaktere. Soweit ich es mitbekommen habe, hat auch nicht George R.R. Martin das Buch alleine geschrieben, sondern mit anderen Autoren zusammen.
Und das war einfach zu viel. Immer wieder Sichtwechsel. Zwischendrin immer eine Sicht die blieb. Jeder der Charaktere machte eine enorme Entwicklung durch (was irgendwie zuviel des Guten war) und dann war es doch wieder so, dass man so manche Entwicklungen nicht nachvollziehen konnte. Warum ändert sich der jetzt? Warum denken die jetzt anders?


Der Inhalt war für mich eine totale Katastrophe.
Das ganze Buch erinnerte mich an eine Big Brother Show, mit billigen Superhelden Verschnitten und einem Hauch von Game of Thrones.
Am Anfang zog sich zäh alles hin. Es ging um Americans next Hero! Ich habe mir das viel interessanter vorgestellt. Aber das war einfach nur eine Big Brother Show. Mehr nicht.
Zum Ende hin wurde es kurzweilig etwas interessanter, da sich der Ort des Geschehens änderte. Was mir dabei aber fehlte: Eine wirklich glasklare Verbindung zu den Orten und warum das Geschehen ausgerechnet so verlaufen musste.
Das fehlte mir einfach enorm. Auch den sinnlosesten Tod werdet ihr hier erleben (bei dem ich ernsthaft lachen musste).
Langweilig wurde es halt am Ende vor allem, weil ich oft dachte: Ist das nach Game of Thrones nicht ein wenig langweilig? Immer das Gleiche? Nur mit anderen Leuten?



Es ist nicht so, dass das Buch volle Zeitverschwendung war. Es hat mir geholfen zu erkennen, dass mir nicht jeder Autor zusagt, nur weil ich die Serie so toll finde.
Dennoch war ich einfach ziemlich enttäuscht von dem Buch und es bekommt auch nur eine humpelnde Fledermaus.
Ich hatte was Besseres als ein Big Brother Verschnitt erwartet. 






Was sagt ihr dazu? Seid ihr anderer Meinung?

Eure
Hexe Sasi



Titel: Wild Cards
Untertitel: Das Spiel der Spiele
Reihe: Band 1
Autor: George R. R. Martin
Genre: Fantasy
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3734161070
Seiten: 544 Seiten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen