Mittwoch, 26. Juli 2017

Wir pausieren




Hallo ihr lieben Fledermäuse, 

erstmal möchte ich allen ein großes Danke sagen für die ganzen Genesungswünsche und Däumchen drücken gestern.
Ihr glaubt gar nicht, wie sehr mir das zwischendurch geholfen hat. 

Aber fangen wir einmal ganz vorne an oder? Ich warne vor: Dies wird etwas länger...

Einige wenige von euch haben mitbekommen, dass ich am Freitag vor zwei Wochen einen Sehausfall hatte. Ich konnte auf dem rechten Auge nicht mehr richtig sehen, die rechte Gesichtsseite kribbelte bis hin zu der rechten Hand. Das war kein schönes Gefühl. Die Probleme mit dem Auge kannte ich. Ein kleiner Schleier taucht unten im Sehfeld für drei Sekunden auf und verschwindet dann wieder. Das habe ich schon ein paar Monate. Dem habe ich aber nie Beachtung geschenkt. 
Diesmal war es aber anders... morgens konnte ich gar nichts sehen. Alles schwarz... und den Tag über war es viel schlimmer. Also bin ich zum Arzt und der schickte mich in die Notaufnahme. Dort konnte man nichts feststellen und ließ mich dann wieder gehen.

Am Montag letzte Woche musste ich dann wieder zum Hausarzt, der machte mir einige Überweisungen fertig, Radiologie (MRT), Neurologe (Nervenwasseruntersuchung) und Augenarzt. Den MRT Termin habe ich für den 14.8. nun gesetzt bekommen. Der Neurologe ist bis heute im Urlaub gewesen. Beim Augenarzt war ich vor zwei Tagen. 

Von der Unfreundlichkeit des Arztes will ich gar nicht viel reden. Ich weiß, dass ich Übergewicht habe, das hat seinen Grund und ich bin dabei dieses zu bekämpfen. Das der Augenarzt aber sagt: Ja Sie sind ja rund also müssen Sie halt zusehen wie Sie an das Gerät rankommen...
Ja das hat mich hinterher baff gemacht. Es kam einfach nicht sofort bei mir an.
Tja und dann sagte er mir, auf dem rechten Auge erkennt er nichts, aber im linken Auge sei definitiv eine Durchblutungsstörung.

Damit ließ er mich dann gehen, keine Erklärungen nichts. Nur dass ich halt am nächsten Tag sofort in die Augenklinik nach Hamburg fahren soll. Fast 2 Stunden von mir entfernt... Und dass ich halt Sachen mitnehmen soll, da man mich sehr wahrscheinlich dort behalten wird.

Schock war da. Heulattacke auch. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Und wenn es um mich geht, bricht bei mir alles. Ich war völlig fertig. Vor allem, sagte der Arzt mir Durchblutungsstörung, aber auf dem Überweisungsschein stand was ganz anderes. Und dann habe ich den Fehler schlecht hin gemacht: Ich habe gegoogelt. Und dann war da nur noch überall: Hirntumor. Ich war völlig... Ich war neben mir.
Hexe Anja kam abends sofort vorbei, blieb bei mir, versuchte mich abzulenken, hörte sich alles an, nahm mich sofort in den Arm. Meine beste Freundin ist meine Stütze in dem Moment gewesen.

Und gestern morgen ging es dann los. Um halb 7 sind wir mit meiner Schwester und ihrem Mann losgefahren. Eine Tasche mit Klamotten dabei - und mein Portemonnaie mit Geld auch. Denn da bleiben wollte ich nicht. Und wenn, dann nur mit Einzelzimmer. 
Die Fahrt dauerte lang, viel zu lang. Zwischendurch kamen Nervenzusammenbrüche, die vergingen aber wieder. Ich glaube, hätte ich da gewusst, WAS mich erwartet... ich hätte mir die gespart. 

Um viertel nach acht waren wir dann in der Asklepios Klinik Nord... Die Empfangsdame sagte mir dann auch, dass ich in den zweiten Stock zur Anmeldung müsse. Also zum Fahrstuhl und dann der erste kleine Schock: Augen-OP stand darauf... Da muss die Klinik echt noch was dran ändern...
Voll war es natürlich auch. Wir haben alleine für die Anmeldung eine Stunde gewartet. Aber okay... Bei der Anmeldung wurde mir dann gesagt, dass ich in den 3. Stock muss. In die Augen-Ambulanz. Also sind wir da hoch gefahren... und meine Güte war es voll... Ich habe meine Schwester und ihren Mann kurzerhand weggeschickt. Gesagt, sie sollen was frühstücken (das hatte noch keiner von uns getan). Denn es war kaum Platz da. Sie tat es widerwillig, hat meine Einwände aber verstanden.
Also durfte ich mich dort auch kurz anmelden, fragte, wie lange es dauert (ich hatte die Hoffnung, dass mir eine ungenaue Zeitangabe gemacht wird, damit ich vielleicht auch was frühstücken kann)... leider wusste keiner was. Aber okay. Das ist nun mal so. Also erstmal hingesetzt mit Anja und gewartet. 


Das erste Mal aufrufen kam nach 20 Minuten. Ich musste mich vor zwei Sehgeräte setzen, dort wurden Auswertungen gemacht, dann habe ich einen Fragebogen bekommen und durfte in den offiziellen Warteraum. Der total eng und stickig war. Man konnte sich gerade so durch die engen Reihen quetschen. 
Als wir dann saßen, habe ich den Fragebogen ausgefüllt. Und dann hieß es warten. Um elf schrieb ich meiner Schwester, ob sie Anja was zu trinken bringen kann. Es wurde immer voller. Und wir warteten immer noch... Um zwanzig nach elf. Nach fast anderthalb Stunden warten, wurde ich dann aufgerufen. Ich dachte ja schon, nur zum Fragebogen abgeben (bei einigen war das so, die wurden aufgerufen und kamen nach einer Minute ohne Fragebogen zurück).
Bei mir war es nicht so. Ich wurde in einen Raum gebracht und der (sehr junge) Arzt erklärte mir, was er machen wird. Er fragte nach meinen Beschwerden und war super freundlich. Zuerst dachte ich: Der ist aber jung... Aber ich merkte, dass ich mich gerade deswegen besser entspannen konnte. 


Er schaute auf meine Netzhaut. Dann musste ich ihm Zahlen vorlesen. Ich hab übrigens 100 % Sehkraft auf beiden Augen (haha Ironie lässt grüßen). Danach bekam ich zwei Tropfen. Einmal für die Pupillenerweiterung und dann noch welche, ich glaube, die waren einfach dafür, dass die Pupillen schneller groß wurden.
Danach schaute er mir dann ins Auge. Lustig war, dass er sagte: Auf dem linken Auge seh ich keine Auffälligkeit am Nerv. Beim rechten Auge schon. 

Und ich dachte mir so: Warum sagt er jetzt was anderes?

Danach erklärte er mir, dass sie eine Gesichtsfeldanalyse machen wollten, und eine Farbstoffuntersuchung. Er erklärte mir Nebenwirkungen (Farbstoffuntersuchung = unter anderem verfärbt sich euer Urin NEONGELB) und wie das ganze abläuft.
Ich musste unterschreiben, dass ich die Untersuchungen zulasse und dann musste er mir eine Kanüle in den Arm stechen.
Der Dialog war so:
Ich: Das Ding muss in die Vene richtig?

Er: Jap
Ich: Na dann viel Spaß beim Suchen, hat noch keiner was gefunden...
Er: Ach ich finde was.

Also setzte er sich hin, nahm meinen rechten Arm und fing an leicht drauf zu klopfen. 
Er: Ich glaube die nehme ich *schaut zum linken Arm* ich guck aber auch hier mal.
Also schaute er meinen linken Arm an.
Er: Ne ich nehme die Rechte, die ist schöner.
Ich: Sowas kann auch nur ein Arzt bringen...
Ich glaube der Arzt hat gemerkt, dass ich das rumwitzeln brauchte. Ein kurzer Stich, ein unangenehmes Reindrücken der Kanüle, fertig war ich fürs erste. 

Also hieß es: Erst einmal wieder warten. 
Da es im Warteraum zu voll war, haben Anja und ich uns auf den Flur gestellt (der übrigens auch voll war). 
Nach 10 Minuten wurde dann ein Bild von meinem Auge gemacht. Ich musste in unangenehmes Licht schauen (was aber noch harmlos war). 
Danach hieß es nochmal warten... Es war mittlerweile viertel nach 1. Und ich war völlig fertig.
Doch dann durfte ich zur Gesichtsfelduntersuchung. Merkwürdig dieses Ding. Man darf die ganze Zeit nur auf einen Punkt starren, bekommt einen Sensor in die Hand auf den man drücken musste, sobald man im Umfeld einen Punkt wahrnahm. OHNE das Auge zu bewegen. Es war anstrengend. Es tat nicht weh oder so. Es war einfach nur... ermüdend. 

Danach wurden dann nochmal Bilder von meinem Auge gemacht. Und da wurde es richtig fies. Grelles blau-weißes Licht... Mehrere Sekunden lang (die sich anfühlten wie Stunden) und jedesmal eine Pause... Wenigstens habe ich danach alles pink gesehen. Diese Untersuchung war die Farbstoffuntersuchung. Und aufgrund diesen Farbstoffes sah ich halt pink. Das ging aber schnell vorbei. Unangenehm war das Ganze trotzdem. 

Tja und dann hieß es: Warten auf den Chefarzt. Das dauerte zum Glück nicht lange... 
Und er schaute mir auch in die Augen... Und sagte: Also eine Durchblutungsstörung ist es auf keinen Fall, ihren Augen geht es blendend. Dennoch ist am Nerv etwas. An beiden Augen... Ich schicke Sie runter in die Neurologie.
Tja und dann nahm er das Telefon in die Hand, rief an, sagte was und ich hörte nur ein einziges Wort: Tumor. Ich hörte weder das davor, noch das danach. Nur Tumor. Meine Welt brach in sich zusammen. Ich stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. 

Der Arzt sagte mir nicht wirklich was. Sagte nur, dass die Neurologin mit mir den Aufenthalt besprechen wird. Erklärte nicht wirklich was. Und dann durfte ich runter... 
Ich habe es geschafft mich weitestgehend zusammen zu reißen. Im Fahrstuhl. Als ich meine Schwester im Eingang sah. Als Anja ihr sagte was ich vielleicht habe... Ihren Blick habe ich auch noch ertragen, bin einfach weiter gegangen.... Richtung Neurologie Notaufnahme. Als ich das Schild sah, drehte ich ab Richtung Toiletten und brach fast zusammen. Ich hatte Angst. Tierische Angst. 
Erst dann sah ich auf meine Akte (die ich mittlerweile hatte). 
"Pseudotumor cerebri" Es hörte sich schrecklich an. Ich kann euch sagen: Wenn ihr was nicht kennt... und nur dieses eine Wort davon: Tumor... dann interessieren euch die anderen Wörter nicht. Und die Angst sitzt einfach da. In eurem Kopf und lacht. 

Als ich mich etwas gefasst hatte, ging ich also zur Notaufnahme, sagte, ich sei angemeldet. Im Wartebereich durften wir Platz nehmen. Es war 14.10 Uhr. Und die schlimmsten Stunden begannen. 
Nach 30 Minuten wurde ich aufgerufen. Mir wurde Blut abgenommen. Die Vitalwerte wurden überprüft. Ich bekam ein Bändchen um. Auf meine Frage, wofür das ist, wurde grob geantwortet: Das ist Ihre Identität.
Nein... ist es nicht. Meine Identität ist kein Stück Papier... Aber okay... 

Zurück im Warteraum. Wieder warten... Es war übrigens 14:50 Uhr.
Um 15:00 Uhr wurde ich wieder aufgerufen. Eine junge Ärztin wieder. Ich wurde mit meiner Schwester durch eine Tür gebracht. Da durch diese Tür laufend Leute gingen, wussten wir, dass sich dort hinter einiges abspielt. Wir wurden gebeten, kurz zu warten.
Eine Minute später kam eine andere Ärztin, bat mich, alleine mitzukommen. Wir gingen in einen Raum... und da stand die: Die Röhre... Ich wusste zuerst nicht: MRT oder CT? Aber das plötzlich überraschend eins davon gemacht werden sollte, schürte die Angst. Da konnte die Ärztin noch so lieb sein. Das Ganze dauerte 2 Minuten. Auf die Liege, rein in die Röhre, raus, wieder in den Wartebereich. 15:07 Uhr.

Ich hatte Angst, aber es ging ja voran...
15:30 Uhr... Eine Ärztin rief mich auf. Führte mich und meine Schwester (die mir nicht vom Leib rückte) in einen Raum und stelle Fragen: Hatten Sie Kontakt mit Infizierten? Waren Sie im Ausland? Haben Sie im Krankenhaus Kontakt mit Kranken gehabt? Infektionen?
Eine Frage nach der nächsten und ich dachte nur: Warum fragt sie SOWAS? Was stimmt nicht mit mir. Ich habe sie unterbrochen: Warum fragen Sie das?
Kurz und Knapp: Na für Ihre Aufnahme.
Schock.
Meine Reaktion: Ich bleibe auf keinen Fall. 

Zögernd die Reaktion der Ärztin: Nicht mal unter Zwang?
Die Gedanken rasten: Was hast du? Was steckt in dir? Was zwingt dich in die Knie? Was soll das alles?
Meine Antwort: Nein, nicht mal dann.
Ihre Antwort: Dann müssen Sie wieder ins Wartezimmer. Dann dauert das alles noch.

Es war 15:40 Uhr. Und das warten fing an. Und die Gedanken kamen. Ich schäme mich nicht dafür, dass ich in der Zeit nach 15:40 laufend Zusammenbrüche hatte. Ich war fertig. Ich konnte nicht mehr. Es waren keine großen Heulattacken. Es waren kurze Zusammenbrüche. Kurzes Weinen. Schluchzen. Luft holen. Zusammenreißen. Kopf nach hinten. An die Decke starren. Nach vorne lehnen. Hilflos die Patienten anschauen. Die Ärzte anschauen die vorbei gingen. Feierabend machten. Lachten. Späße machten. Schlenderten. Gelangweilt aussahen... Wieder Nervenzusammenbruch. Und alles von vorne. Irgendwann beruhigte ich mich etwas. Wir konnten sogar Späße machen: Der nächste Arzt der kommt: Ruft er mich auf oder nicht?
Um 17:40 Uhr wurde ich aufgerufen. Wieder ging es mit meiner Schwester durch die Tür, wo auch die Röhre war. Angst...
Man kennt die Filme... Tausend Monitore.. Bilder vom Kopf. Der Blick der Ärzte...
Ich wurde ich einen Raum gebracht. Raum Nummer 8. Er lag links um die Ecke, gegenüber der Mitarbeiter Tür. Ein Bett stand drin. Ein Monitor. Ein Schrank. Darauf lag meine Akte. Hab ich reingeschaut? Nein... 

Die Ärztin würde gleich kommen... Okay... Ruhig Blut dachte ich mir.
Aus 1 Minute wurden 5. Aus 5 Minuten wurden 15. Eine Stunde und 15 Minuten vergingen. Und dann kam der Arzt. Auch sehr jung. Sehr freundlich. 


Er wollte von mir meine Beschwerden wissen. Ich war verwirrt aber erzählte ihm alles. Müsste doch alles in der Akte stehen? Aber okay.
Er fragte, seit wann ich das mit dem Auge habe. Seit Monaten, war meine Antwort.
Er schaute kurz in die Akte und sah mich dann an.
"Wir haben ein CT gemacht, wegen ihrem Kopf."

Ich hatte Angst... Ich dachte nur: Jetzt kommt es. 
"Ihrem Kopf geht es gut."
Ein Stein. So groß wie ich selber fiel mir vom Herzen. Und gleichzeitig die Frage: Aber was ist es dann?
Die Antwort kam sofort:
"Sie haben einen Pseudotumor cerebri."

Blick zu meiner Schwester, wieder zurück zum Arzt: "Und was heißt das?"
Er erklärte es mir ganz genau, aber ich kann es nur leicht wiedergeben.
Es ist ein Tumorartiger Zustand. Deswegen das Pseudo. Dabei entsteht ein Druck im Kopf. Deswegen meine Kopfschmerzen und die Sehprobleme.
Unter anderem ist Übergewicht die Ursache. Und das bin ich. Das ist einfach so. Er sagte zu mir: Ich will Sie nicht angreifen, aber Sie müssen abnehmen.
Ich sagte nur, dass ich das nicht als Angriff sehe, dass ich seit einiger Zeit mit Erfolg dabei bin. 

Er schaute freundlich und sagte, dass ich dann bloß weitermachen soll.
Die Frage war dann nur: Was nun?
Ein MRT müsse gemacht werden, zur Sicherheit. Und eine Nervenwasseruntersuchung, um festzustellen, wie hoch der Druck im Kopf ist. Im Notfall muss Druck abgelassen werden. Mit einer Nadel... 

Okay, ich hatte endlich eine Diagnose. Eine Diagnose, mit der ich umgehen kann. Klar, Druck im Kopf ist schlimm. Aber nicht so schlimm, wie ein Tumor. 

Ich sagte ihm, dass ich nicht stationär bleibe. Er stutzte kurz, sagte dann er müsse das erst abklären. Er rief bei seinem Chefarzt an. Wir hörten nur einmal kurz: Ja sie kommt ganz von dort und dort. Ja das weiß ich nicht warum. Ja das sage ich ihr...
Er kam wieder rein und fragte, warum ich hier wäre. Ich sagte ihm, dass der Augenarzt das sagte.
Weder in dem Augenbereich, noch in der Neurologie hat man diese Entscheidung verstanden. Neurologen gibt es in meinem Ort genug. Den MRT Termin hatte ich ja auch schon.
Er wies mich darauf hin, dass die Schäden an meinem Sehnerv bleiben könnten, wenn ich zulange mit der Behandlung warte.
Ich erwiderte, dass mir das bewusst sei, ich aber ehrlich gesagt, schon Monate diese Behandlung hinaus zögere..
Ich musste versprechen, sofort ins Krankenhaus zu gehen, wenn etwas schlimmer werden würde. Er schrieb den Bericht und ich durfte gehen. Es war fast 20:00 Uhr. Ich war froh... Aber wir waren alle fertig. Meine Nerven blieben blank.

Im Bericht steht drin, dass bestimmte Werte zu hoch sind. Glaubt man Google, müsste ich sofort Blutkrebs oder eine Sepsis haben... Schaut man weiter und glaubt seinem Gefühl, liegt das mit einer Herzkrankheit zusammen. Ich habe aufgrund meines starken Asthmas einen zu schnellen Herzschlag. Vielleicht liegt es daran?

Der MRT Termin steht. Der Neurologe fehlt noch. Der Hausarzt mit weiterer Blutuntersuchungen auch noch.
Und genau das ist einfach der Grund, warum wir diese Pause nehmen. Ich will meine Augen nicht unnötig belasten. Ich habe ehrlich gesagt, doch ein wenig Bammel, auch wenn ich denke, dass ich das schaffe.
Aber es liegt ein Weg vor mir. Und ich will zumindest, alle Untersuchungen hinter mir haben, bevor wir vollständig zu Bookstagram zurückkehren.
Wir werden nicht komplett weggehen. Wir werden zwischendurch da sein. Eure Bilder liken. Kommentare hinterlassen. Und wenn es mir gerade so richtig gut geht, kommt bestimmt auch mal ein Bild. Aber der Rückzug ist notwendig. 


Ich meine, ich sage so leicht: Bestimmte Werte sind erhöht, aber das ist wohl nur das und das. Aber im Inneren sieht es anders aus. Da sitzt die Angst und die Sorge... Was wenn doch?
Jeden Schmerz den ich heute hatte (und ich hab einen riesen blauen Fleck am Arm von der Kanüle), jede Zuckung ist mir bewusster gewesen als sonst. Mir ist aufgefallen, dass diese Sehschwäche heute fast gar nicht da war. Und dann fragt man sich: Ruhe vor dem Sturm? Oder einfach mal ein guter Tag?
Dann macht man sich Sorgen um blaue Flecke... um rote Flecke (ich habe seit Jahren insgesamt 5 komische kleine tiefrote Flecke... ganz klein).
Man nimmt alles gestärkt wahr. Hat Angst. Und zwischendurch dann noch mal einen kleinen Heulkrampf. Gestern Abend kam ich nach Hause und meine Patenkinder erwarteten mich, mit einem selbstgemachten Fotoalbum. Meine Nichte hatte Angst um mich, wich mir heute nicht von der Seite, wollte im Bett mit mir kuscheln. 


Und für den Fall, dass einige mich falsch verstehen: Nein, ich wäre tatsächlich nicht in diesem Krankenhaus geblieben. Selbst wenn ich die schlimmste Diagnose meines Lebens bekommen hätte. Aber zwei Stunden von Familie und Freunde weg? Die nicht einfach so kommen können? Nein... das ist unmöglich.

So, jetzt habt ihr soviel Text hinter euch... Es tut mir wahnsinnig Leid... aber das musste alles runter. Und wir wollten einfach, dass ihr wirklich alles versteht. 

Wir verschwinden also nicht komplett (das Give-away wird auf jeden Fall zu Ende gemacht). Wir bleiben euch sozusagen in Teilzeit erhalten.
Aber Gesundheit geht nun mal vor. Und ich habe viel zu lange gewartet. Ich hätte viel früher zum Arzt gehen sollen. 

Anja: Ich hab's dir doch...
Ich: Ist gut...


Also ihr Lieben... Es ist kein Abschied. Definitiv nicht. Es ist nur ein Rückzug. Ein kleiner und auch nur ein halber. Ganz ohne euch können wir dann doch nicht. 
Und nochmal vielen lieben Dank für eure Nachrichten. 

Ich kann euch nur ans Herz legen: Geht zum Arzt. Lieber einmal mehr als zu wenig. Aber meidet diese Klinik wenn es geht... So nett die Ärzte auch alle waren... Die Wartezeiten... Wenn man es hochrechnet, haben wir insgesamt 10,5 Stunden mit reinem Warten verbracht. Und anderthalb mit Besprechungen und Untersuchungen. Großzügig gerechnet. Und das ist... das waren einfach Psychospielchen... 

So ich hoffe, ihr seid mir nicht böse wegen dieses quasi... Tagebucheintrag ^^´´
Wir werden irgendwo hinter euch rumwuseln. Werden unsere Fledermäuse losschicken um Kommentare und Likes zu vergeben, wann immer wir können.
Und wir werden euch auf dem Laufenden halten. Und wir werden mit großem Tröööt wieder kommen.

Bis bald ihr Lieben!!!

Eure
Hexe Sasi & Hexe Anja 

Kommentare:

  1. Sicherlich sind auch ein paar erhöhte Werte nicht unbedingt gut, aber ich bin echt heilfroh, dass es dann doch nichts allzu Schlimmes ist. Ich freue mich schon wieder von euch zu hören und wünsche bis dahin viel Glück und Durchhaltevermögen bei den anstehenden Terminen und dem Abnehmen. Du packst das, ich glaube an dich! ;)

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    1. Danke dir. Bis jetzt steht es gut. Bei meinem letzten MRT fand man so gar nichts in meinem Gehirn. Mal schauen was der Neurologe in zwei Wochen sagt. Mit den Tabletten geht es mir super. We will see. Und danke für das an mich glauben. Und jetzt sind wir auf jeden Fall erst mal wieder zurück. Nicht ganz so viel wie vorher. Aber doch aktiver :D

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  2. Ich kann verstehen, warum ihr euch eine Auszeit nehmt, so eine Diagnose steckt man nicht so leicht weg. Bei meiner Oma war es genauso, bei ihr wurde vor kurzem Magenkrebs diagnostiziert und nun hat sie schon seit fast drei Wochen den Magen raus. Und bis jetzt ist alles gut, es kann also nur besser werden :) Ich wünsche euch beiden ganz viel Kraft und dir vor allem ganz viel Glück❤ Aber wie gesagt: Es kann nur besser werden und ich glaube auch daran, dass bei dir alles wieder gut wird :)
    Alles Liebe und Gute Besserung💕

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    1. Vielen lieben Dank für die lieben Worte.
      Bisher sieht alles gut aus. Das MRT hat rein gar nichts ergeben. Mal schauen was der Neurologe nun sagt.
      Ich hoffe, deiner Oma geht es besser und sie wird gesund. So eine Diagnose steckt man definitiv auch nicht so einfach weg.
      Auch euch wünsche ich ganz viel Kraft für die Zukunft. Und wie du sagst: Es kann nur besser werden :)

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